Perser

Die Perser ist seit über hundert Jahren als anerkannte Katzenrasse bekannt. Die Herkunft ist jedoch nicht ganz geklärt. Manche Berichte besagen, dass die Katzen aus Kleinasien stammen und um 1700 herum in Europa eingeführt wurden. In alten Schriften wird die Perser als Angorakatze bezeichnet, weil vermutet wurde, dass die Katzen aus der Türkei stammen. Der damalige angebliche Geburtsort Ankara war dabei Namensgeber. Inzwischen sind Experten sich einig, dass die Katze aus Persien stammt, aber durchaus Gene der Angora beinhaltet.

Die ersten Perser, die auf Ausstellungen gezeigt wurden, waren blau, weiß oder schwarz. Nach heutigem Standard gibt es 85 verschiedene Farbgebungen. Unter den einfarbigen Persern sind neben den traditionellen Farben Weiß, Blau und Schwarz auch Perser in Chocolat, Rot, Creme und Lilac zu finden. Das untere Fell der einfarbigen Perser sollte dabei weiß bis silber-weiß sein und erst in den Spitzen Farbe annehmen. Nicht alle weißen Perser haben blaue Augen, sondern es gibt auch Perser mit orange- oder kupferfarbenen Augen. Weiße Perser mit blauen Augen sind grundsätzlich taub. Bei den zweifarbigen Persern sollten maximal zwei Drittel des gesamten Fells farbig sein und höchstens die Hälfte des Fells sollte weiß sein. Zweifarbige Perser haben orange- oder kupferfarbene Augen. Neben den ein- und zweifarbigen Persern werden auch gestromte Tabby-Perser sowie Schildpatt-Perser ausgestellt, die größere farbige Flecken aufweisen sollten. Der Körperbau der Perser ist rund und kräftig. Der Kopf ist rund mit kleinen, weit auseinander stehenden Ohren und einer kurzen, breiten Nase. Der Rumpf ist kräftig, die Beine kurz. Richter legen großen Wert auf einen freundlichen Gesichtsausdruck. Das Fell der Perser besteht aus einer dichten Unterwolle, die dazu führt, dass das längere Deckhaar vom Körper absteht und stets in Bewegung ist. Perser weisen in der Regel eine deutliche Halskrause auf.

Die Perser ist keine Katze, die alles mit sich machen lässt. Schmusen tut sie nur, wenn sie das will. Sie weiß genau was sie will, hat dabei ein ruhiges und unaufdringliches Wesen. Sich aufzudrängen, liegt der Perser nicht. Aufgrund ihres ruhigen Wesens ist die Perser sehr gut für die Wohnungshaltung geeignet. Wer aber keine Zeit für die tägliche Pflege hat, sollte sich lieber keine Perser anschaffen. Das lange Fell verfilzt schnell, weshalb tägliches Bürsten ein Muss ist. Oft verfilzen die Haare so sehr, dass sich die Knoten nicht mehr ausbürsten lassen und herausgeschnitten werden müssen. Hin und wieder steht für die Perser auch ein Bad an, um die Schönheit des Fells zu erhalten.