Kartäuser

Die Kartäuser hat sehr viel mit der Europäisch Kurzhaar gemeinsam, stellt aber dennoch eine eigenständige Rasse dar. Sie war zuerst auf französischen Ausstellungen vertreten und bis heute gehört sie in Frankreich zu einer der beliebtesten Katzenrassen. Legenden zufolge fand die Kartäuser durch Kartäusermönche ihren Weg über Afrika nach Frankreich. Dort wurden die Katzen in dem Kloster Grande Chartreuse in der Nähe von Grenoble weiter gezüchtet. Daher wurde auch der französische Name Chartreux hergeleitet. Die Tiere waren nicht nur als Mäusefänger gern gesehen. Angeblich wurden auch ihre Felle für die Pelzverarbeitung genutzt, da das Fell der Kartäuser besonders weich und flauschig ist.

Das Fell der Kartäuser liegt nicht so dicht am Körper an wie bei einer Europäisch Kurzhaar, ist aber genauso dick und kräftig. Dadurch, dass es weiter absteht, macht es aber einen weicheren und plüschigeren Eindruck. Zum Standard der Kartäuser gehört, dass das Fell bis zu den Haarwurzeln hin durchgefärbt sein muss. Die Farbgebungen sind verschiedene Blautöne zwischen hellem und mittlerem Blau. Nicht erlaubt sind weiße Stellen oder gar Tabbyzeichnungen oder Tipping in Silbergrau. Die Pfotenballen und der Nasenspiegel entsprechen der Fellfarbe. Die Augen sind groß und rund und erscheinen in den Farben Gold oder Kupfer.

Die Kartäuser ist für die Einzelhaltung ebenso gut geeignet wie für die Haltung zu mehreren. Sie kann sich gut allein beschäftigen, freut sich aber auch über Gesellschaft. Da spielt es auch keine Rolle, ob es sich dabei um Artgenossen oder Menschen handelt. Das Tier ist ausgesprochen anhänglich und hat ein sehr friedliches Wesen, was sie auch zu einer idealen Familienkatze macht, die eine mitunter unsanfte Behandlung durch Kinder nicht übel nimmt. Sie ist stets ausgeglichen und würde sich niemals aufdrängen. Die Kartäuser ist nicht sehr stimmgewaltig, das Miauen ist manchmal kaum hörbar. Umso lauter ist dafür ihr wohliges Schnurren, wenn sie ihre Zufriedenheit kundtut.